Expertenmeinung
Was die Anleger schon immer über Finanzgeschäfte in Zeiten erratischer Geopolitik wissen wollten, und sich auf dem Dresdner Börsentag auch zu fragen wagten ... Der mögliche neue Fed-Chef Kevin Warsh ist "eine Taube im Falkenkostüm", Robert Halver (Baader Bank) erwartet - wie gewiss auch Trump - einige Zinssenkungen. In der US-Finanzpolitik gehe es eben auch darum, die Wirtschaft mit "billigem Geld zu schmieren". Eine "Raffinesse", die europäischer Politik "leider" fehle. Das Geschäft mit der KI befindet sich laut Halver in der "Pubertät", es ist noch nicht abzusehen, welche Unternehmen davon profitieren. "Jetzt kommen die typischen zyklischen Werte." Europäische Unternehmen bleiben vor dem Hintergrund internationaler Investitionsprogramme durchaus sexy. "Die Werte können von den Niederungen der deutschen Politik abstrahieren. Sie sind also auf die knubbelige Verwandtschaft im eigenen Land nicht angewiesen. Sie gehen dorthin, wo es besser ist. Und solange die Werte eben an deutschen Kurszetteln notiert werden, sind es deutsche Werte." Halver erwartet für 2026 eine "Renaissance der Nebenwerte".
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| 508810 | BAADER BANK AG |