Vorstandsinterview
Indus-CEO Johannes Schmidt beschreibt Wolframcarbid als strategischen Schlüsselrohstoff mit enormem Preisdruck. Der Preis habe sich binnen eines Jahres verneunfacht. "90 Prozent der Weltproduktion kommen aus China", erklärt Schmidt. China kontrolliere den Markt inzwischen ähnlich wie seltene Erden. Indus reagiert mit neuen Lieferquellen, höherem Recycling und eigener Technologie. "Das Thema Verfügbarkeit steht aktuell nicht mehr im Fokus", sagt Schmidt. Gleichzeitig belastet die massive Kapitalbindung den Free Cashflow. "Wir müssen den richtigen Gleichgewichtspunkt finden", betont der CEO. Trotz extremer Preissteigerungen bleibt die Nachfrage stabil. Teilweise steige sogar die Menge. Schmidt sieht darin Vorteile gegenüber schwächeren Wettbewerbern. Im Segment Engineering meldet Indus hohe Auftragseingänge und erwartet eine Verbesserung im Jahresverlauf. Auch Infrastructure entwickelt sich profitabler. "Infrastructure bleibt ein stabiler Ergebnisbringer", sagt Schmidt. Trotz geopolitischer Risiken und schwacher Industrie zeigt sich der CEO optimistisch für 2026.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| 620010 | INDUS Holding AG | DE0006200108 |