Expertenmeinung
Finanzbetrug beginnt selten mit dem großen Knall, sondern mit einem kleinen Klick. Im BörsenXperts-Podcast erklärt Cybercrime-Ermittler Philipp Genduth, wie moderne Anlagebetrüger Vertrauen aufbauen: über WhatsApp, Fake-Plattformen, Promi-Fassaden, Deepfakes, KI-Stimmen und Renditeversprechen, die zu gut klingen, um wahr zu sein. Die Täter verkaufen keine Investments, sie inszenieren eine Rendite-Fata-Morgana. Erst wachsen angeblich Gewinne, dann kommen "Steuern", "Gebühren" oder "Geldwäscheprüfungen". Am Ende ist nicht nur das Geld weg. Auch Ausweise, Kontodaten, Logins und E-Mail-Zugänge können im Darknet landen. Besonders gefährlich: Opfer werden manchmal unbemerkt zu sogenannten Money Mules und Teil von Geldwäscheketten. Die wichtigste Schutzregel: Druck rausnehmen, auflegen, prüfen, bekannte Nummern zurückrufen, nie unter Zeitdruck überweisen. Skepsis ist hier keine Spaßbremse, sondern die beste Renditeversicherung.