Expertenmeinung
Assetmanager Wolfgang Matejka sieht China und die USA unter Handlungsdruck. China finanziert Wachstum über Staatskredite. Zugleich treibt das Land seine Energieversorgung voran. Günstige Industrieprodukte tragen diesen Vorteil auf globale Märkte. "Vor denen hätte ich wahrscheinlich die meiste Angst", sagt Matejka. In den USA belasten Schulden, hohe Zinsen und gewaltige KI-Investitionen. Schwächere Schuldner zahlen bereits höhere Renditen. Matejka erkennt einen "Staffellauf der Angst" am Anleihemarkt. Besonders gefährdet sieht er Banken, Private Credit und KI-nahe Branchen. Er erwartet jedoch keinen plötzlichen Einbruch. Aber zumindest den "leisen Crash" erkennt er bereits an sinkenden Bewertungen einzelner Technologiewerte. Europa überrascht dagegen mit besseren Wachstumsdaten und steigenden Auftragseingängen. Die EZB unterstützt diese Entwicklung. Zudem könnte Kapital aus den USA nach Europa fließen. "A good place to be again." Auch Europas Autobauer bleiben für Matejka interessant. Chinesische Marken locken zwar mit attraktiven Preisen und scheinbar kostenloser Ausstattung. Doch Service, Infrastruktur und Qualität werfen weiterhin Fragen auf.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| A0M4W9 | BYD Co. | CNE100000296 | |
| 710000 | MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 | |
| 918422 | NVIDIA Corp. | US67066G1040 |