Expertenmeinung
"Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld!“ Der deutsche Zertifikatemarkt bietet Privatanlegern eine enorme Auswahl - und genau darin liegen Chancen wie Risiken. Daniel Saurenz, Mitgründer von Feingold Research, erklärt, warum beim Deutschen Zertifikatepreis nicht nur Rendite zählt, sondern auch Preisstellung, Spreads, Liquidität, Handelsqualität, Service und Finanzierungskosten. Gesamtsieger 2026 ist Société Générale vor BNP Paribas und Vontobel. Für Anleger entscheidend bleibt jedoch: Nicht das Siegel kaufen, sondern das konkrete Produkt vergleichen. Saurenz warnt vor vermeintlich sicheren "heißen Tipps" und überzogenen Renditeversprechen. Hohe Rendite bedeutet fast immer auch höheres Risiko. Besonders bei Hebelprodukten zählt deshalb das Verständnis für Funktionsweise, Laufzeit und Kosten. Spannend ist auch der Generationenwechsel: Jüngere Anleger handeln stärker US-Tech, Bitcoin oder Solana, ältere greifen eher zu Allianz, Siemens oder Münchener Rück. Und bei hoher Volatilität? Nicht automatisch flüchten. Saurenz sieht gerade in unruhigen Marktphasen Chancen: "Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld." Seine drei Regeln: Chancen und Risiken abwägen, Geduld bewahren und nur handeln, was man wirklich versteht.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| A2YZK6 | BITCOIN (BTC/EUR) | EU000A2YZK67 | |
| 873403 | SOCIETE GENERALE S.A. | FR0000130809 | |
| 887771 | BNP PARIBAS S.A. | FR0000131104 | |
| 840400 | ALLIANZ SE | DE0008404005 | |
| 723610 | SIEMENS AG | DE0007236101 |