Vorstandsinterview
Das "Autodesk-Volatilitäts-Gespenst" verliert seinen Schrecken. "Im vierten Quartal kommt kein Bremseffekt mehr", erwartet Chaiman Adi Drotleff. Die veränderten Autodesk-Konditionen belasten vor allem Vertragsverlängerungen. Das Neugeschäft zieht dagegen seit dem Sommer an. Mensch und Maschine steigert den Neunmonatsumsatz um knapp sieben Prozent. Die eigene Software wächst um 8,5 %. Auch Cashflow und EBITDA legen zu. "Wir können die untere Hälfte unserer Guidance erreichen", sagt Drotleff. Er erwartet 11 bis 15 % (statt 19 %) Ergebniswachstum im Gesamtjahr. Zudem sinken die Kosten weiter. Künstliche Intelligenz steigert die Produktivität um 20 bis 30 %. Drotleff, der Gründer von MuM, hält inzwischen 50,4 % der Aktien. Eine mögliche Übertragung in eine GmbH würde diese sieben Jahre binden. An der Börse will er bleiben: "Das ist ein Commitment - Wir sind sehr gerne börsennotiert." Aber "immer" gibt es an der Börse nicht. "Der Kapitalmarkt sollte MuM nicht dauerhaft unterbewerten!" - Drotleff pragmatisch: "In München bin ich Chef einer marktführenden Firma. In Frankfurt bin ich CEO eines Microcaps."
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| 658080 | MENSCH U. MASCHINE SOFTWARE SE | DE0006580806 |