Themenhighlight
Martin Englmeier nutzt mit Akrida Chances Marktverwerfungen als Renditequelle. Sein Long/Short-Ansatz reagiert auf Nachrichten und überzogene Kursbewegungen. "Die Basis ist das Risikomanagement", betont der Portfoliomanager von Akrida Capital. Das Team prüft Nachrichten und wartet auf Kursbestätigung. Bei Rheinmetall nutzte es eine Stop-Loss-Welle, bei Metaplanet eine Handelsaussetzung. "Wir stellen uns nicht gegen die Richtung einer Aktie." In Stressphasen warnen Volatilität, Geldfluss und Kursverhalten. Positionen schrumpfen, die Cashquote steigt. "Innerhalb von Minuten können wir unser Portfolio zu 100% Cash setzen." Laut Englmeier erzielte die Strategie auch in mehreren Krisenphasen positive Ergebnisse. Der maximale Drawdown liegt bei rund 13,5 Prozent. Ursache war eine Schwächephase 2022; nach etwa sechs Monaten folgte ein neues Hoch. Die geringe historische Korrelation zu Aktienindizes macht den Ansatz als Portfolioergänzung interessant. Doch die Kapazität bleibt begrenzt: Englmeier sieht sie bei etwa 100 bis 150 Millionen Euro.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| A2UJPW | AKRIDA CHANCES | DE000A2UJPW5 |