Expertenmeinung
Martin Weinrauter beschreibt die aktuelle Börsenlage trotz Irankrieg weiter als intakten Aufwärtstrend. Der Krieg habe nur kurzfristige Rückschläge ausgelöst, aber keine langfristige Trendwende verursacht. "Der Markt fiel erst und startete dann einen Hoffnungslauf." Solange Anleger auf ein schnelles Kriegsende setzen, könne dieser Trend anhalten. Kritisch werde es erst bei dauerhaft steigenden Ölpreisen, höherer Inflation und neuen Zinsängsten. Weinrauter lehnt Prognosen bewusst ab und folgt stattdessen den aktuellen Marktdaten. "Ich setze nicht auf Vermutungen, sondern auf das Verhalten des Marktes." In seiner Cross-Atlantik-Strategie gewichtet er aktuell 70 % USA und 30 % Europa. Der S&P 500 bleibe wegen seiner Stärke die wichtigste Orientierung. Antizyklisches Handeln sieht er kritisch. Ein Börsentagebuch habe ihm gezeigt, dass sich Börsen langfristig nicht zuverlässig vorhersagen lassen. "Diese Erkenntnis wirkt befreiend." Entscheidend seien Disziplin und konsequentes Risikomanagement - besonders in extremen Marktphasen. Allzeithochs bewertet sein Team nicht automatisch negativ. "Rekordhochs treten oft in Serien auf."
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| 965820 | STOXX EUROPE 600 | EU0009658202 | |
| A1W2BT | GW AIRC BEST OF U.S. | DE000A1W2BT1 |